Jenseits von Schweden

 

Voller Enthusiasmus und zu Allem bereit machten wir uns am frühen Samstagmorgen auf nach Schweden. Der Bus war bis auf den letzten Platz belegt. Unseren Lieblingsbusfahrer Dierk kannten wir bereits von der Schaffhausenfahrt, er bekam von uns einen Recken- Häkelhelm geschenkt und wurde somit als Ehren-Mitglied unseres Fanclubs ausgezeichnet. Im Schlepptau hatte er seinen nicht weniger netten Kollegen Kalle, diese Fahrt konnte nur ein Knaller werden!

 

Gegen 10 Uhr erreichten wir plangemäß die Fähre in Puttgarden und stimmten uns mit deutschen Schlagern auf die Party-Überfahrt ein. Aus „Jenseits von Eden“ wurde kurzerhand „Jenseits von Schweden“. Wir staunten nicht schlecht, als die Fähre andockte, das Tor aufging, und uns ein ICE aus dem Bauch der Fähre entgegenkam. „Oh – wie ist das schön! So was ham`wir lange nicht geseh´n.“ tönte es durch den Bus.

 

Auf der Fähre gaben wir uns dann alle Mühe unserem Ruf als „Party-Fans“ gerecht zu werden und sangen an Deck erst mal ein paar schöne Liedchen. Schließlich hatten wir den offiziellen Auftrag vom Reiseveranstalter, die Fähre zu rocken. Das tun die Fußballfans nämlich auch.

 

Gut 2 Stunden vor Spielbeginn bezogen wir die luxuriösen Hotelzimmer in Malmö, die zum Teil Suitengröße hatten und mit Küchenzeilen ausgestattet waren. Das Hotel begeisterte uns auf ganzer Linie.

 

Entspannt erreichten wir frühzeitig die Färs & Frosta Sparbankarena in Lund. Nach dem Auspacken sämtlicher Fahnen, Trommeln und Tröten begaben wir uns mit unseren Fangeschenken zum gegnerischen Fanclub. Sichtlich gerührt nahm der Vorsitzende unser Schaffhausen-Bild und den Burgdorfschal entgegen und überreichte uns im Gegenzug wenig später Wimpel, Pins und Kaffeegläser. Wir versicherten uns gegenseitig Fairness und ein friedliches Spiel und schon ging die Partie los.

 

Zum Spiel möchten wir hier nicht viel sagen, es war für Mannschaft und Fans enttäuschend, dass die Europareise nun zu Ende ist. Die Schweden waren halt beide Male stärker und erfolgreicher, das müssen wir akzeptieren. Nach dem Spiel gesellte sich unsere Mannschaft noch mal zu uns, um gemeinsam das Pokal-Aus zu bewältigen.

 

Abends konnten wir gemütlich auf dem Marktplatz von Malmö draußen unter Heizpilzen schlemmen und fühlten uns wie im Sommer. Nach einer erholsamen Nacht schien dann für alle enttäuschten Handballfans wieder die Sonne und wir schauten uns noch ein wenig die wunderschöne Altstadt von Malmö an. Am Hafen fühlte man sich fast wie in Dubai, mit Blick auf den „Turning Torso“.

 

Besänftigt traten wir die Rückreise an. Unser Busfahrer Dierk setzte seinen Häkel-Reckenhelm gar nicht mehr ab. Er sang mit uns die schönsten Lieder und ließ uns unsere trüben Gedanken schnell vergessen.

 

Zurück in Deutschland gibt es für uns nur ein Fazit:

wir danken unserer Mannschaft, dem Trainer und allen Verantwortlichen und Helfern für das tolle Abenteuer Europa und geben beim letzten Spiel gegen Csurgoi noch mal alles. Wir glauben an die Jungs und werden sicherlich nicht zum letzten Mal auf Abenteuerreise gegangen sein. Wir hatten verdammt viel Spaß und bleiben bei unserem Motto:


101% Mannschaft +101% Fans, einmal Burgdorf, immer Burgdorf!

 

Eure HANDBALLFANS BURGDORF & Friends

 

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