Eulen im Überlebenskampf

Man kennt das: Wenn eine grandiose Saison von der Meisterschaft und dem Aufstieg gekrönt ist, macht sich im Team und im Umfeld eine Euphorie breit, der sich kaum jemand entziehen kann. An Thomas König ist die übliche Aufbruchstimmung allerdings weitgehend vorbeigegangen. Friesenheims Trainer tritt als Mahner auf, er weiß genau, dass es wie nach dem ersten Aufstieg vor vier Jahren erneut nur eine Stippviste im Oberhaus geben könnte. Das es nun, nachdem Hamburg doch noch die Lizenz erhielt und sich Balingen in die Liga einklagte, vier Absteiger geben wird, stuft der 50-jährige als " fatal" ein und sagt den " Eulen" vorsorglich schonmal "eine ganz schwere Saison" voraus. Betrachtet er die Konkurrenz, glaubt König, "dass wir es am schwersten haben werden, selbst die Mitaufsteiger Bietigheim und Erlangen haben mehr Potenzial, weil sie in größeren Hallen spielen können". Optimismus klingt anders.

Was also lässt den diplomierten Sportlehrer überhaupt daran glauben, im Oberhaus bestehen zu können ? In erster Linie die Erfahrungen, die das Team bei seinem Erstliga- Debüt sammelte, als es nach einer achtbaren Hinrunde durchgereicht wurde." Damals", sagt König rückblickend, " hatten wir zu viel Respekt. Wir waren einfach zu brav und haben nicht daran geglaubt. Das wird uns ganz sicher nicht noch eimal passieren". Beim zweiten Anlauf in Liga eins wollen die " Eulen " vom ersten Spieltag an die Krallen zeigen und ihren Kontrahenten mit Kampf und mannschaftlicher Geschlossenheit begegnen. " Der Klassenverbleib", sagt der Trainer König," wäre sensationell. Wir setzen alles daran, das zu schaffen".

 

 

 

 

                                                                                                                                                    Quelle HM

Druckversion Druckversion | Sitemap
alle Rechte vorbehalten