Im Zeichen der Entwicklung

" Wir haben viele junge Spieler dazubekommen, die müssen sich handballerisch noch entwickeln", sagt Ljubomir Vranjes vor der Saison 2014/15. " Das ist viel wichtiger, als irgendeinen bestimmten Tabellenplatz zu erreichen. Wie weit wir mit unserer jungen Mannschaft kommen, werden wir sehen", so der Trainer der SG Flensburg- Handewitt. So oder so ähnlich hörten sich die Aussagen des Schweden auch vor einem Jahr an. Am Ende reichte es bekanntlich für einen sensationellen Champions- League- Triumph, eine erneute Final- Teilnahme im DHB- Pokal und Platz drei in der Bundesliga. Was im vorherigen Sommer angesichts eines Weltklasse- Kaders als Understatement gewertet werden musste, dürfte diesmal eine ziemlich treffende Einschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit sein: die SG dürfte wieder zu den Topklubs Deutschlands gehören, ein weiterer Coup a la Königsklassen- Sieg erscheint jedoch unwahrscheinlich. Zu schwer wiegen die Abgänge der Stars Michael V. Knudsen und Steffen Weinhold sowie des wohl besten zweiten Keepers der Liga, Sören Rasmussen. Ohne Frage, mit Johan Jakobsson bekommt die SG einen internationalen Top- Mann hinzu,

Kasper Kisum, Kevin Möller und Andres Zachariassen sind hingegen ebenso Entwicklungs- Spieler wie die Youngster Lukas Blohme und Michael Nicolaisen. Außerdem spricht das Gesetz der Serie gegen ein großes Jahr der SG des nördlichsten Bundesligisten: Noch als SG Weiche- Handewitt gelang 1984 der Aufstieg in die Beletage. 1994 dann wurde die SG Flensburg- Handewitt Vierter und errang damit erstmals einen Spitzenplatz in der deutschen Eliteklasse. Zehn Jahre später, 2004, holte die SG ihre erste und bislang einzige deutsche Meisterschaft - und in 2014 dann den Champions- League

Erfolg. Der Statistik zufolge steht also erst 2024 der nächste Höhepunkt in der Flensburger Vereins - Historie an.

 

 

 

 

                                                                                               Quelle HM

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