Geld spielt jetzt eine Rolle

 

Die beste Nachricht vorweg: Martin Schwalb befindet sich weiterhin auf dem Weg der Genesung. Nachdem der Trainer beim HSV Hamburg gefeuert worden war, hatte er einen Herzinfarkt erlitten. Er sei "glücklich, das ich lebe", sagte der 51 jährige, nachdem er die Intensivstation verlassen hatte. Nun also geht es aufwärts mit Schwalb, in der Hansestadt denken sie darüber nach, ihn zum neuen Sportdirektor zu machen. Derweil schart sein Nachfolger auf der Bank die Spieler um sich. Der Franzose Christian Gaudin hat einen schweren Job übernommen, die Zeiten, in denen Geld beim HSV keine Rolle spielte und für Weltklasse- Athleten Gagen in beliebiger Höhe gezahlt wurden, sind definitiv vorbei. Der Klub wird sich daran gewöhnen müssen, Hochkaräter ziehen lassen zu müssen. Kapitän Pascal Hens und Torsten Jansen bleiben dem HSV treu, aber das Niveau schraubten in den letzen Jahre andere in die Höhe: Zum Beispiel Mittelmann Domagoj Duvnjak, der nun beim Branchenprimus aus Kiel die Fäden ziehen wird. Dass mit den finanziellen Mitteln auch Qualität verloren geht, ist dabei nur eine Sorge, die Hamburger umtreibt: Mit der späten und heftig diskutierten Lizenzerteilung geht auch ein Imageschaden einher. Pressesprecher Michael Freitag ahnt, "dass wir in fremden Hallen vielleicht noch heftiger ausgepfiffen werden als früher". Wie man sich dagegen wappnet? " Wir müssen als Mannschaft enger zusammenrücken". Das sieht Torhüter Johannes Bitter genauso. Eine solch schwere Zeit, wie sie der Verein derzeit erlebe, " schweißt auch stark zusammen. Das kann uns in der nächsten Saison auszeichnen".

 

 

 

                                                                                     

                                                                                                 Quelle HM

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