Wie von Dortmund nach Schalke

Die Sache ist heikel: Wechsel von Lübbecke nach Dankersen und umgekehrt sind im Handball ungefähr so brisant wie bei den Fußballern ein Transfer zwischen den Revierrivalen Dortmund und Schalke. Als glühender Verehrer des Vereins in Königsblau weiß GWD- Präsident Horst Bredemeier das natürlich ganz genau. Und deshalb dürfte sich der ehemalige Bundestrainer auch klammheimlich die Hände gerieben haben, als feststand, dass Arne Niemeyer nach Minden zurückkehrt. Der Rückraumspieler verbrachte seine Jugendzeit bei den Grün- Weißen, bevor es ihn in die große, weite Welt des Handballs zog.

Nun ist der verlorene Sohn also wieder da. Auf seinen Schultern liegt dabei eine große Last. In Nenad Bilbija und Sören Südmeier fehlen Niemeyers Arbeitgeber gleich zwei wichtige Rückraum- Akteure langfristig- beide laborieren an einem Kreuzbandriss und werden frühestens im Januar wieder ins Spielgeschehen eingreifen können. Es besteht also erhöhter Bedarf an Fachkompetenz im Rückraum, und da macht es sich natürlich gut, dass Niemeiyer wieder für die Ostwestfalen auf der Platte steht. Der Routinier wird vor Tatendrang sprühen, nachdem er in Nettelstedt zuletzt lange verletzt und dann auch noch ungewollt war.

Das erklärte Saisonziel  GWD`s lautet, die Punkteausbeute auf 30 aufzustocken. Für Mindener Verhältnisse ist das hochambitioniert. Nach 18 und 24 Zählern in den vergangenen beiden Spielzeiten soll nun eine Schippe draufgepackt werden.

Gelingt es Trainer Goran Perkovac und seinem Team, den ehrgeizigen Plan umzusetzen, hätte GWD zur Abwechslung mal nichts mit dem Abstieg zu tun.

 

 

 

 

 

 

 

                                                                                                     Quelle HM

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